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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Spiral-CT (S-CT)

Der Begriff Mehrschichtsystem beruht auf der Tatsache, dass mit diesem Gerätetyp maximal vier definierte Schichten zur Bildrekonstruktion verwendet werden.
 
Die aktuelle Generation der Hochleistungsgeräte benutzt mehrzeilige parallele Detektorsysteme und erreicht mit 0,5 Sekunden eine Rotationszeit im Subsekundenbereich. Dadurch wird die simultane Akquisition von bis zu 4 x 1 mm breiten Schichten pro Röhrenrotation möglich. Die Begrenzung auf vier Schichten ist geometrisch bedingt durch die fächerförmige Neigung des einfallenden Messstrahlen- bündels, die bei einer höheren Schichtanzahl zu einer Schichtverbreiterung führen würde.
Spiral-CT
Abb. 16: Spiral-CT, Bildquelle: Siemens AG
Neu ist auch die Möglichkeit, isotrope → VoxelVoxel
Kleines dreidimensionales Volumenelement. Abgeleitet aus engl. volume element
 (siehe Kasten) zu erfassen. Das bedeutet, dass alle Bildelemente in ihren x, y und z-Dimensionen die gleiche Länge aufweisen.
Voxel
Abb. 17: Isotropes Voxel (links) und anisotropes Voxel (rechts)
Eine weitere Neuentwicklung macht es möglich, dass Datenakquisition und Bildrekonstruktion zeitlich getrennt voneinander stattfinden. Man unterscheidet deshalb auch zwischen Kollimation und Schichtdicke (die nicht mehr vorher festgelegt wird).
 
Kollimation bezeichnet die Einblendung von Röntgenröhre und Detektor während der Aufnahme, z. B. 4 x 1mm bzw. 2 x 0,5mm (Unterscheidung der Multiplikatoren 4 und 2 siehe Detektortypen). Schichtdicke dagegen bezeichnet die rekonstruierte Dicke der resultierenden Bilder.
 
Man unterscheidet zurzeit zwei verschiedene Detektortypen:
 
→ Fixed Array Detektor
→ Adaptive Array Detektor
Fixed Array Detektor
Abb. 18: Die Anordnung der unterschiedlichen Detektorzeilen beim Fixed Array Detektor
Fixed Array Detektor
Beim "Fixed Array" Detektor liegen die Detektorelemente matrixartig (daher auch Matrix-Detektor genannt) in einer festgelegten Größe vor. Zum Beispiel 16 Zeilen mit je 1,25 mm. Je nach Anwahl bzw. Zusammenschalten der einzelnen Zeilen können so kollimierte Schichtdicken von 4 x 1,25 mm, 4 x 2,5 (2 x 1,25) mm, 4 x 3,75 (3 x 1,25) mm und 4 x 5 (4 x 1,25) mm zusammengestellt werden (Abb. 18). Der Nachteil dieses Detektormodells liegt darin, dass die blinden Septen zwischen den Elementen den Wirkungsgrad des Detektors herabsetzen.
 
Adaptive Array Detektor
Bei diesem Detektortyp unterscheiden sich die einzelnen Detektorzeilen in ihrer Breite (Abb. 19 und 20). Die Breite nimmt von den inneren Detektorelementen zu den äußeren hin zu. Durch die symmetrische Anordnung der Detektorzeilen sowie geeignetes Zusammenschalten der Elemente lassen sich kollimierte Schichtdicken von 2 x 0,5 mm, 4 x 1 mm, 4 x 2,5 mm, 4 x 5 mm und 2 x 8 mm erstellen.
Addaptive Array Detektormodell
Abb. 19: Beim Addaptive Array Detektormodell unterscheiden sich die einzelnen Detektorelemente in ihrer Breite und sind symmetrisch angeordnet.
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