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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
CT Kopf
Sinusitis

Anamnese
Der 16 Jahre alte Patient kommt wegen erschwerter Nasenatmung und eingeschränktem Riechvermögen zur CT der Nasennebenhöhlen. Die Untersuchung ergibt eine Sinusitis maxillaris rechts, eine Sinusitis frontalis, eine Polyposis nasi rechts und eine subtotale Stenose der Nasengänge rechts.
Anatomie
Nasennebenhöhle
Zu den Nasennebenhöhlen zählt man die paarigen Kiefernhöhlen (Sinus maxillaris), die Stirnbeinhöhle (Sinus frontalis), die paarigen Siebbeinhöhlen (Sinus ethmoidales) und die Keilbeinhöhlen (Sinus sphenoidalis). Alle Nasennebenhöhlen sind wie die Nasenschleimhaut mit einem dünnen Härchensaum (Flimmerepithel) ausgekleidet. Da alle Nasennebenhöhlen mit der Nasenhaupthöhle in Verbindung stehen, schlagen auch hierbei die Härchen (Kinozilien) in Richtung der Ausführungsgänge.
 
Kieferhöhle
Die Kieferhöhle befindet sich auf beiden Seiten seitlich der Nasenhaupthöhle im Oberkieferknochen (Maxilla) und füllt diesen fast insgesamt aus. Sie zählt zu den größten Nasennebenhöhlen. Die Kieferhöhle hat über eine halbmondförmige Öffnung (Hiatus semilunaris) eine Verbindung zu der Nasenhaupthöhle. Diese befindet sich dicht unter der mittleren Nasenmuschel (Concha nasalis media).
 
Stirnbeinhöhle
Die Stirnbeinhöhle (Sinus frontalis) liegt im Stirnbein (Os frontale) über der Nasenhaupthöhle und begrenzt von oben die Augenhöhlen (Orbitae). Eine Verbindung zur Nasenhaupthöhle besteht über die halbmondförmige Struktur (Hiatus semilunaris) in den mittleren Nasengang (Meatus nasalis medius), etwas oberhalb der Öffnung der Kieferhöhle.
 
Siebbeinhöhlen
Die Siebbeinhöhlen (Sinus ethmoidales oder Cellulae ethmoidales) bestehen aus acht bis zehn erbsengroßen, pneumatisierten Kapseln. Die vorderen Ethmoidalzellen münden in den mittleren und die hinteren Ethmoidalzellen in den oberen Nasengang ( Meatus nasalis medius und inferior).
 
Keilbeinhöhle
Die Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) liegt im Keilbein (Os sphenoidale) und hat über eine kleine Öffnung (Recessus sphenoidalis; Apertura sinus sphenoidalis) oberhalb der Nasenhaupthöhle einen Zugang zum oberen Nasengang (Meatus nasalis superior).
Abbildung 1:
Lage der Nasennebenhöhlen
Verlaug der Aorta
Definition
Akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen (NNH) meist durch sekundäre bakterielle Infekte bei viralen Infektionen der oberen Luftwege.
Symptome
→ Gesichts- und Kopfschmerzen
→ Behinderung der Nasenatmung
→ Seröse oder eitrige Sekretion
→ Klopf- und Druckschmerz über der betroffenen Region
Diagnostik
Bei einer akuten Sinusitis wird die Diagnose in der Regel durch die klinische Untersuchung gestellt.
Bei einer chronischen Sinusitis muss eine bildgebende Diagnostik erfolgen.
Die Röntgenaufnahmen der NNH (om und of) stehen im Vordergrund.
Bei unklaren Befunden können zusätzlich CT und Sonographie durchgeführt werden.
Therapie
→ Verbesserung des Sekretflusses, z.B. durch Rotlicht
→ Evtl. Antibiotika
→ Sinusspülung
→ Sinuspunktion
→ Evtl. operative Sanierung
Untersuchungsprotokoll
1. Patientenvorbereitung
Aufklärung durch den Untersucher, alle Fremdkörper im Untersuchungsbereich entfernen lassen. Gonadenschutz anlegen.
2. Lagerung
Bequeme Rückenlage, Arme auf dem Bauch, Kopf in NNH- Schale, Kopf maximal nach hinten strecken. Exakte symmetrische Lagerung.
3. Untersuchungsbereich
Schichtanfang: Maxilla
Schichtende: Stirnhöhlendach
4. Kontrastmittel
Nein
5. Gerätetyp
Somatom Emotion 16
6. Nachverarbeitung
Nein
Scanparameter
Phase 1 3
Scan-Art Topo ap Spirale
Slice (mm) 2 2 - 3
Tablespeed (mm)   4 - 10
Time (s)   0,5 - 1
Increment (mm)   2 - 3
kV 120 120 bis 140
mA 100 150 bis 200
Kernel Std UHR
Abbildungen 2 - 4: Die Pfeile zeigen auf die Pathologie :
Sinusitis
Sinusitis
Sinusitis

Dieser Fall wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von
MSM Dr. med. H.-J. Thiel, 73102 Birkenbach

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