Startseite
Vorwort
Grundlagen
- Röntgen
- Urografie
- Mammografie
- CT
- MRT
Fälle
Röntgen-Anatomie
Glossar
Kontakt
Impressum

 
 
Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
← zurück zur Übersicht weiter zu "Film-Folien-Kombination" →

 
Was bedeutet Mammografie?

Unter dem Begriff Mammografie versteht man die Darstellung der (meist) weiblichen Brust. Die in der Mammografie eingesetzte weiche Röntgenstrahlung entspricht den speziellen Anforderungen der Brustweichteile.
Anatomischer Aufbau der weiblichen Brust
Abb. 8: Anatomischer Aufbau der weiblichen Brust
Um eine Mammografie mit einem optimalen Bildkontrast, hoher Detailerkennbarkeit und der geringst möglichen Dosis zu erstellen, sind folgende Voraussetzungen notwendig:
 
→ Spezielles Mammografiegerät mit einer → MolybdänMolybdän
Übergangsmetall der 6. Nebengruppe des Periodensystems, Atomgewicht 95,94; Ordnungszahl 42. Der Name kommt aus dem Altgriechischen molybdos = Blei, da Molybdänverbindungen oft einen bleiartigen Glanz aufweisen
- oder Molybdän-Rhodium-Anode
→ Spezieller Streustrahlenraster
→ Kleiner Fokus
→ Feinzeichnende Film-Folien-Kombination
→ Abgestimmte Filmverarbeitung
 
Das Mammografiegerät
Mammografiegeräte sind Spezialgeräte, die sich durch den Einsatz von Molybdänröntgenröhren oder Molybdän-Rhodium-Röntgenröhren auszeichnen. Durch diese Besonderheiten der Bauart treten die Absorptionsunterschiede zwischen Haut, Fettgewebe, Drüsengewebe und Verkalkungen besonders deutlich hervor. Molybdänanoden erzeugen eine für die Mammografie günstige Wellenlänge der Röntgenstrahlung. Neben der Röntgenbremsstrahlung treten die Linienspektren der K-Alpha-und K-Beta-Strahlung auf, deren Intensitätsgipfel höher liegen als die der Röntgenbremsstrahlung.
Da bei einer Spannungserhöhung die Wellenlänge des Linienspektrums konstant bleibt, kommt es nicht zu einer Kontrastverminderung. Ein zusätzlicher Molybdänfilter reduziert den langwelligen Teil der Röntgenbremsstrahlung. Damit vermindert sich die Hautdosis für die Patienten. Mammografieröhren verfügen außerdem über ein Berylliumstrahlenaustrittsfenster, das die charakteristische Röntgenstrahlung passieren lässt.
 
Durch den gezielten Einsatz des → Heel-EffektesHeel-Effekt
Die Energieflussdichte, die die Röntgenröhre verlässt, ist ungleichmäßig verteilt. Der anodenseitige Strahlungsanteil ist geringer (Anodenschatten) als der kathodenseitige.
kann das Aufnahmeergebnis der Mammografie deutlich verbessert werden. An der Anodenseite des Strahlenkegels ist die Dosis durch den Heel-Effekt geringer als an der Kathodenseite. Die brustwandnah gelegenen, dickeren Parenchymanteile werden somit vom intensiveren Strahlenanteil durchdrungen, wodurch eine homogene Filmbelichtung erzielt wird. Bei einer Mammografieröhre ist aus diesem Grund die Kathode patientenseitig angeordnet.
Aufnahmeeinheit
Abb. 10: Aufnahmeeinheit eines Mammografiegerätes, Bildquelle: Siemens AG
Fokusgröße
Da die Fokusgröße das Auflösungsvermögen beeinflusst, wählt man für die Mammografie einen kleinen Brennfleck aus. Bei Über- sichtsaufnahmen beträgt die Fokusgröße 0,3 x 0,3 mm, bei Ziel- und Vergrößerungsaufnahmen benötigt man einen Mikrofokus von 0,1 x 0,1 mm Größe.
 
Raster
Der Einsatz von Rastern dient der Kontrastoptimierung. Für die Mammografie kommen Weichstrahlraster aus dünnen Bleilamellen mit einem Schachtmedium aus Papier zum Einsatz. Die Lamellenzahl pro cm beträgt 27, das Schachtverhältnis liegt bei 4 oder 5.
Strahlenspektrum
Abb. 11: Strahlenspektrum für die Mammografie
Bewegungsmöglichkeiten
Generell sind Mammografiegeräte sehr beweglich. Die Aufnahmeeinheit hat verschiedene Bewegungsmöglichkeiten (siehe Kasten). Der Fokus-Film-Abstand bei der Mammografie beträgt 60 cm.
Bewegungsmöglichkeiten eines Mammografiegerätes
 
→ Vertikalbewegung
 
→ Drehung um die Horizontalachse
 
→ Verschiebung in drei Ebenen
 
→ Nickbewegungen

 
← zurück zur Übersicht weiter zu "Film-Folien-Kombination" →