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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Digitale Mammografie

Direkte digitale Vollfeldmammografie mit Lumineszenzradiografie
Bei der direkten digitalen Vollfeldmammografie handelt es sich um eine radiografische Direktvergrößerung in Verbindung mit hochauflösenden Speicherfolien, die über eine relativ gute Ortsauflösung verfügen. Die Speicherfolien (aus Phosphatkristallen) werden durch Röntgenstrahlung zur → PhosphoreszensPhosphoreszens
Ist die Energie eines eingestrahlten Photons so hoch, dass das Atom in einen höheren, angeregten Zustand übergehen kann, gibt es die aufgenommene Energie durch spontane Emission wieder ab. Erfolgt diese Rückkehr in den Grundzustand sehr schnell (10-8 s), handelt es sich um Fluoreszenz. Einige angeregte Zustände können aber eine deutlich längere Lebensdauer haben (Sekunden oder Millisekunden). Solche Zustände führen zur Phosphoreszenz, einem Nachleuchten nach dem Ende der Einstrahlung.
angeregt. Mit Hilfe eines → LaserstrahlsLaser
Akronym für: light amplification by stimulated emission of radiation (Lichtverstärkung durch Aussendung angeregter Strahlung). Ein Laser sendet einen intensiven Lichtstrahl aus, der aus kohärenten (in gleicher Phase befindlichen) Photonen gleicher Wellenlänge besteht.
wird das latente Bild ausgelesen, indem Elektronen unter Abgabe von Licht auf ihr ursprüngliches Energieniveau zurückgebracht werden. Das sichtbare Licht wird in ein elektrisches Signal umgewandelt und erscheint auf einem Monitor. Am Monitor werden Kontrast- und Helligkeitsveränderungen sowie Zooming und Lupenfunktion vorgenommen. Dieses Verfahren ist bei vierfacher digitaler Ausschnittvergrößerung der konventionellen Film-Folien-Technik überlegen.
 
Direkte digitale Vollfeldmammografie mit Cäsiumjodid gekoppeltem Flachdetektor
Im Gegensatz zu den üblichen Mammografiegeräten ist bei diesem Verfahren statt einer Kassettenlade ein Cäsiumjodid gekoppelter Flachdetektor aus → amorphenamorph
Von griech. amorphos = ungestaltet. Bezeichnung für Festkörper, deren molekulare Bausteine nicht in Kristallgittern, sondern regellos angeordnet sind.
Silizium installiert. Hierbei werden die Röntgenquanten zunächst von einem CsJ-Szintillator absorbiert und in Licht umgewandelt. Eine Matrix aus Fotodioden, die auf eine Siliziumplatte aufgebracht ist, erfasst das Licht und wandelt es in elektrische Ladung um. Jede der Fotodioden repräsentiert ein Bild- element (Pixel). Die in den einzelnen Pixeln auftretende Ladung wird digitalisiert und an einen Bildprozessor weitergeleitet. Dies ermöglicht einen sehr hohen Dynamikumfang der digitalen Mammografie (Dynamikbereich = Quotient aus maximal und minimal darstellbarer Intensität). Durch den hohen Dynamikumfang ist zu erwarten, dass dichteres Gewebe besser dargestellt wird.
 
Das digitale System zeigt in einigen Punkten deutliche Vorteile gegenüber dem konventionellen Film-Folien-System (siehe Kasten).
Vorteile des digitalen Systems verglichen mit konventionellem Film-Folien-System
 
→ Keine Zusatzaufnahmen wegen Fehlbelichtung (Nachbearbeitung möglich)
→ Dosisreduktion durch bessere Quantenausbeute und weniger Fehlbelichtungen
→ Bessere Kontrastauflösung
→ Besseres Signal- zu- Rausch-Verhältnis als bei Film-Folien-Systemen
→ Dosisreduktion vor allem bei dichtem Brustdrüsengewebe und mittlerer Brustdicke
→ Digitales Archiv (jederzeit Zugriff auf Voraufnahmen)
→ Bildversand ohne Qualitätsverlust möglich

 
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