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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
MRT Kopf
Zerebrovaskuläre Insuffizienz

Anamnese
Die 83 Jahre alte Patientin kommt mit dem Verdacht auf eine Stenose der A. carotis links zur MRT. Sie gibt an, 1990 einen Apoplex erlitten zu haben. Rechtseitig hat die Patientin eine Facialisparese.
Die MR - Angiographie zeigt eine 50-60%ige Stenose der linken A. carotis interna über eine Strecke von ca. 1cm, auch die linke A. vertebralis zeigt eine höhergradige Stenose. Die A. basilaris ist unauffällig kontrastiert.
Diagnose
Mangeldurchblutung des Gehirns mit zeitweiser, fortschreitender oder andauernder Ischämie.
Ursachen
→ Gefäßstenose (Prädilektionsstelle ist der Abgang der A. carotis interna)
→ Kardiale Embolie
Stadieneinteilung
Stadium Abkürzung Klinik
I   asymptomatische Stenose
IIa TIA transistorische ischämische Attacke, neurologische Ausfälle, vollständige Rückbildung nach max. 24 Stunden
IIb PRIND prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit, Dauer der neurologischen Ausfälle über 24 Stunden, vollständige Rückbildung innerhalb von 3 Tagen
III PS progressiv stroke, innerhalb von 4 wochen zunehmende neurologische Symptomatik, teilweise reversible Symptome
IV CS complete stroke, irreversible neurologische Ausfälle
Abbildung 1:
Anatomie der Kopf-Hals-Gefäße
Anatomie des Ohrs
Diagnostik
→ Erhebung des neurologischen Status
→ CT
→ MRT
→ EEG
→ Gefäßdiagnostik
Therapie
→ bei symptomatischer Stenose < 70% Lumeneinengung: Gabe von Aspirin® oder Colfarit® 100mg/d und
    regelmäßige Verlaufskontrolle
→ bei symptomatischer Stenose > 70% Lumeneinengung: OP möglichst mit 6 Wochen Abstand zur letzten TIA oder RRIND
→ asymptomatische Stenose mit Lumeneinengung > 90%: möglichst OP, besonders bei Patienten < 60 Jahren ohne
    erhöhtes OP-Risiko
Untersuchungsprotokoll
1. Patientenvorbereitung
Aufklärung durch den Untersucher, alle metallhaltigen Gegenstände aus dem Untersuchungsbereich entfernen lassen. Schmuck ablegen. Patienten vor der Untersuchung zur Toilette schicken.
3. Spule
Kopf-Hals-Spule
2. Lagerung
Bequeme Rückenlage, Knie unterpolstern, Arme am Körper entlang. Spulenmitte über Nasenwurzel. Gehörschutz. Intravenösen Zugang legen. Notfallknopf in die Hand geben.
4. Kontrastmittel
Art und Menge: Gewichtsabhängig , 0,2ml/kg Dotarem®, per Hand 2ml/s
5. Messprotokoll
Avanto 1.5 T
Messprotokoll
Sequenzart Wichtung/Orientierung DWI_trace_tra T2-Stern-tra T2-tse_tra TOF_3D_3slabs FL3d_cor
Sequenzbezeichnung EPI EPI SE GRE GRE
TR (ms) 3600 2300 5440 28 3,45
TE (ms) 89 29 102 7,2 1,17
TI - - - - -
Flipwinkel (Grad) 90 90 90 25 30
Turbofaktor GRAPPA PAT2 EPI Faktor 9 7 - GRAPPA Faktor 2
Schichtanzahl 23 23 23 3 Blöcke a 30 80
Schichtdicke (mm) 5 5 5 0,8 0,94
Schichtabstand (%) 30 30 30 -20 20
FOV (mm) 230 230 230 180 345
Bandbreite (Hz/Px) 1240 200 130 81 410
Matrix 192/100% Phase 256/89% Phase 512/75% Phase 320/94% Phase 384/95% Phase
NSA 4 1 2 1 1
Phasenkodierrichtung AP RL RL RL RL
Vorsättigung - - - Mitlaufend H -
Abbildung 2 - 3: Die Pfeile zeigen auf die Pathologie
Cerebrovaskuläre Insuffizienz Cerebrovaskuläre Insuffizienz

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