Startseite
Vorwort
Grundlagen
Fälle
- Kopf
- Hals
- Thorax
- Mamma
- Abdomen
- Becken
- Knochen
- Gelenke
- Wirbelsäule
- Fälle A - Z
- Blitzlichter
Röntgen-Anatomie
Glossar
Kontakt
Impressum

 
 
Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
MRT Gelenke
Chondropathia Patellae
(Femoro- patellares Schmerzsyndrom)

Anamnese
Die 39 Jahre alte Patientin kommt wegen des Verdachts auf eine Chondropathia patellae zur MRT. Sie klagt seit einiger Zeit über Schmerzen beim Beugen des Knies und Schmerzen hinter der Patella. Die MRT bestätigt den Befund.
Anatomie
Die Kniescheibe (Patella) ist das größte Sesambein des Körpers. Sie ist eingelagert in die Sehne des M. quadriceps femoris, die das Kniegelenk ventral überzieht und an der Tuberositas tibiae ansetzt.
An der Patella sind folgende anatomischen Strukturen zu erkennen:
→ Basis patellae, die oben gelegene breite Kante der Patella
→ Apex patellae, die nach unten zeigende Spitze
→ Facies anterior, die Vorderfläche der Patella
→ Facies articularis, die zum Femur zeigende knorpelüberzogene Gelenkfläche
Abbildung 1:
Anatomie des Kniegelenkes von vorne
Abbildung 2:
Anatomie des Kniegelenkes seitlich
Anatomie des Kniegelenkes von vorne Anatomie des Kniegelenkes seitlich
Definition
Unter Chondropathia patellaris versteht man eine schmerzhafte degenerative Veränderung des Gelenkknorpels der Patella. Schmerzen treten erst dann auf, wenn der Knorpelschaden weit fortgeschritten ist und der darunter liegende Knochen in Mitleidenschaft gezogen ist. Junge Frauen sind am häufigsten betroffen. Während der Pubertät aufgrund von Wachstumsschüben sind beide Geschlechter gleich häufig betroffen.
Ursachen
→ Knorpelveränderungen an der Rückfläche der Patella
→ Kniende und hockende Tätigkeiten ( z.b. Fliesenleger, Gärtner)
→ Fehlstellung oder Fehlbildung der Kniescheibe
→ Starke Belastung durch Sport
→ Trauma
Symptome
→ Druckgefühl im Kniegelenk
→ Schmerzen bei Bewegung des Knies gegen einen Widerstand
→ Schmerzen beim Treppensteigen und Bergabgehen
→ Ruheschmerzen nach längerem Kniebeugen
Diagnose
Neben der klinischen Untersuchung wird eine Röntgenaufnahme des Kniegelenkes in 2 Ebenen und ergänzend axiale Aufnahmen der Patella durchgeführt. Weiterführende Untersuchungen sind die CT und MRT.
Therapiemöglichkeiten
Bei geringen Beschwerden können folgende Therapieverfahren durchgeführt werden:
→ Krankengymnastik
→ Physikalische Therapie
→ Lokale Infiltration mit einem Anästhetikum
→ Orthopädietechnik mit Pufferabsätzen und Fersenpolstern
 
Eine operative Therapie wird meist nur dann durchgeführt, wenn die Beschwerden durch eine Fehlstellung der Patella oder des Knies verursacht werden.
Untersuchungsprotokoll
1. Patientenvorbereitung
Aufklärung durch Untersucher, alle metallhaltigen Gegenstände/Kleidungsstücke entfernen.
2. Spule
Kniespule
3. Lagerung
Füße voran, bequeme Rückenlage. Zu untersuchendes Knie unterpolstert in Kniespule fixieren. Fixierung des Fußes in ca. 15º Außenrotation.
4. Kontrastmittel
nein
5. Messprotokoll
kurz: T1 cor, PD_fs_sag, T2_tse_tra, DESS_3D_sag
Messprotokoll (Bo = 3 T)
Sequenzart Wichtung/Orientierung T1_cor PD_fs_sag T2_tse_tra DESS_3D_sag
TR (ms) 990 3400 4100 14
TE (ms) 11 10 83 5
Flipwinkel (Grad) 90 90 90 25
Bandbreite 250 191 203 250
Schichtanzahl 25 25 25 160
Schichtdicke (mm) 3 3 3 0,6
Schichtabstand (%) 10 10 10 -
FOV (mm) 160 160 160 150
Matrix (Zeilen x Spalten) 461 x 512 307 x 384 435 x 512 223 x 256
NSA 1 1 1 1
Phasenkodierrichtung RL HF RL AP
Vorsättigung - H H -
Abbildung 3:
Sagittal, PD gewichtet
Abbildung 4:
Sagittal, PD gewichtet
Sagittal, PDW fettsupprimiert Sagittal, PDW fettsupprimiert
Abbildung 5:
Transversal, T2 gewichtet
Transversal, T2 gewichtet
← zurück zur Übersicht