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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Kontrastmittel- Gabe (KM- Gabe)

Wahl des geeigneten Kontrastmittels
Je nach Fragestellung erfolgt die Gabe eines geeigneten intravenösen oder oralen Kontrastmittels. Anschließend Wiederholung von mindestens einer bereits nativ gefahrenen Sequenz sowie Anfertigung ergänzender KM-Serien.
 
Laborwerte und Allergien
Bei der Gabe eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels sollte der aktuelle Kreatininwert im Serum vorliegen (ein Wert bis 3 mg/100 ml gilt dabei als unbedenklich). Für eine KM-Gabe sollten bestehende Allergien (auf Medikamente, aber auch allgemein) sowie vorangegangene KM-Untersuchungen abgefragt werden.
 
Zur Beachtung:
→ Bei Patienten mit einem ZVK (zentraler Venenkatheter) darf die automatische Spritze nicht über den 3-Wege-Hahn angeschlossen
    werden, sondern sollte entweder direkt oder an einen neu gelegten peripheren venösen Zugang angeschlossen werden.
    Flussgeschwindigkeit etwas reduzieren und nach KM-Gabe Katheter gründlich mit heparinisierter Kochsalzlösung spülen.
→ Bei Verwendung eines KM-Injektors auf Entlüftung des Schlauchsystems achten.
→ Bei MR-gesteuerten Punktionen, Biopsien o. ä. müssen auch die Gerinnungsparameter (TPZ, PTT, Thrombozyten) des Patienten
    vorliegen.
 
Nachbearbeitung
→ Vergrößerung (Zoom) der Bilder, die den diagnostisch interessierenden Bereich bzw. den Befund deutlich zeigen.
→ Filterung von Bildern
→ Messung von Entfernungen und Winkeln bzw. Flächen und Volumina
→ Dokumentation der Bilder auf dem Film/CD/Papier (bei Untersuchungen mit einer umfangreichen Anzahl an erstellten Bildern
    werden nach Absprache mit dem Untersucher in der Regel nur die diagnostisch relevanten Bilder auf dem Film dokumentiert).
→ Digitaler Versand der Bilder und des Befundes zu anderen Workstations
→ Eventuell Anfertigung von Rekonstruktionen, um Zusatzinformationen hinsichtlich der Darstellung pathologischer Veränderungen
    und anatomischer Details zu erhalten
 
MIP (Maximum Intensitätsprojektion)
Eine 3D-Darstellung, bei der nur die maximalen Intensitätswerte in Projektionsrichtung dargestellt werden.
 
MPR (multiplanare Reformatierung)
Eine Anwendung, bei der ein 3D-Datensatz in mehrere Ebenen (sagittal, koronar, transversal) umgerechnet werden kann. Ebenso ist es möglich, Schnitte anhand des Verlaufs von anatomischen Strukturen vorzunehmen, um Details besser erkennen zu können (z.B. bei Knieuntersuchungen, um die Kreuzbänder besser beurteilen zu können).
 
Render (Oberflächenrekonstruktionen)
Es besteht die Möglichkeit, die Rekonstruktion frei im Raum zu drehen oder an Schnittlinien aufzuschneiden.
 
→ Eventuell Anfertigung von Subtraktionen. Dabei sollte von der KM-Serie die identisch gefahrene Nativ-Serie subtrahiert werden,
    um KM-Anreicherungen deutlich zu machen. (Es können auch Additionen oder andere Kombinationen von Bildern angefertigt
    werden).
→ Abspielen der Bilder im Cine-Mode. Im Cine-Mode können Videos und Multiframe-Images als Movie abgespielt werden.
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