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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Untersuchungsparameter

Spule
→ In Abhängigkeit von der Art und Größe der gewünschten Untersuchungsregion sollte die geeignete Spulenart und Spulengröße
    ausgewählt werden.
→ Dabei sollte auf das maximal/minimal mögliche "Field of View" (FOV) und das "Signal to Noise Ratio" (SNR) der Spule geachtet
    werden. Je nach Vorhandensein empfiehlt sich die Verwendung einer Phased-Array-Spule aufgrund ihres höheren SNRs.
 
Lagerung
→ Das zu untersuchende Organ/Region sollte sich in der Spulenmitte befinden und die Spulenmitte ins Isozentrum (Magnetfeldmitte)
    gefahren werden. Die Spulenmitte ist in der Regel durch schwarze Pfeile markiert und muss in Übereinstimmung mit dem
    "Einstelllaser" gebracht werden.
→ Die Positionierung der Spule in das Isozentrum erfolgt automatisch durch die computergesteuerte Bewegung des
    Untersuchungstisches.
→ Bei der Lagerung sollte darauf geachtet werden, dass kein Haut-Haut-Kontakt bzw. Haut-Kabel-Kontakt entsteht, um die Gefahr
    von Verbrennungen zu vermeiden.
→ Bei der Untersuchung von Extremitäten, z. B. Knie, kann die nicht zu untersuchende Seite (anderes Knie) stark unterpolstert und
    damit höher gelagert werden. Dadurch kann auch bei koronaren/transversalen Schichten die Rechteck-Matrix (rectangular FOV)
    trotz Phasenrichtung li-re angewählt werden, ohne die Gefahr von Einfaltungen.
Verschiedene MR-Spulen
Abb. 41: Verschiedene MR-Spulen, Bildquelle: Siemens AG
MRT-Körperspule
Abb. 42: MRT-Körperspule, Bildquelle: Siemens AG
MRT Kopf/Hals-Spule
Abb. 43: MRT Kopf/Hals-Spule, Bildquelle: Siemens AG
Extremitätenspule
Abb. 44: Extremitätenspule, Bildquelle: Siemens AG
Überwachung
Bei sedierten Kindern, sedierten Erwachsenen, Intensivpatienten, Patienten in schlechtem Allgemeinzustand sollte eine Überwachung in Form von Pulsoxymeter oder EKG/Fingerpulsableitung bzw. Atemgürtel erfolgen.
 
Messtechnik
Sie ist abhängig von der Untersuchungsregion und variiert mit Gerätetyp, Magnetfeldstärke und Gradientensystem.
 
Patientendaten
Bei Eingabe der Patientendaten ist auf die Lage des Patienten im Gerät zu achten:
→ Head first/left
→ Feet first/left
→ Prone/Supine/Left Side/Right Side
 
Patientengewicht und SAR
Das korrekte Gewicht des Patienten muss eingegeben werden. Mit dieser Angabe erfolgt u. a. die geräteinterne Berechnung der zulässigen "Spezifischen Absorptionsrate" (SAR) für den betreffenden Patienten.
 
Die SAR mit der Einheit W/kg ist eine physikalische Größe und ein Maß für die Absorption von elektromagnetischen Feldern in biologischem Gewebe. Sie führt zu dessen Erwärmung. Da es bei manchen Sequenzen (z. B. SE, FSE, HASTE, IR etc.)¹ zur Applikation zahlreicher Hochfrequenzimpulse kommt, ist die Eingabe des exakten Gewichtes gerade bei Patienten mit Fieber oder schlechtem Allgemeinzustand besonders wichtig. Die Absorption der Hochfrequenz hängt von mehreren Faktoren ab, wobei die Größe des Objekts eine wichtige Rolle spielt. Kleine Personen, Kinder und Säuglinge stellen daher eine Risikogruppe dar.
 
¹ Häufige in der MRT verwendete Messsequenzen:
FSE = Fast Spin Echo
HASTE = Half Fourier Angle Single Shot Turbo Spin Echo
IR = Inversion Recovery
STIR = Short Tau Inversion Recovery
 
Sollte sich eine Sequenz aufgrund eines unzulässigen SAR-Wertes für den eingegebenen Patienten nicht starten lassen, können die folgenden Hinweise hilfreich sein:
 
→ TR etwas erhöhen (oder evtl. etwas weniger Schichten nehmen)
→ TE etwas erhöhen
→ anstelle der 1800 nur 1600 für den Rephasierungsimpuls wählen (nicht alle Hersteller erlauben dies)
→ evtl. Matrix in Phasenrichtung etwas reduzieren
→ andere Sequenz anwählen
 
Scout/Localizer
Darunter sind Übersichtsbilder in verschiedenen Ebenen zu verstehen, die als Orientierung für die Einzeichnung der späteren Sequenzen dienen.
 
Schichtpositionierung
Anhand der Scoutbilder bzw. anhand von Bildern aus einer bereits gefahrenen Sequenz wird die gewünschte Sequenz eingezeichnet. Hierbei sollte immer an allen drei Ebenen eingezeichnet werden:
Positionierung des Schichtstapels auf gewünschte Region, Kontrolle Ende der letzten Schicht, Anfang der ersten Schicht, mittlere Schicht sowie Kippung.
Sequenzauswahl
Tab. 4: Basisgrößen bei Sequenzauswahl
Sequenz und Parameterauswahl
Tabelle 4 zeigt die Basisgrößen für die Unterteilung verschiedener Sequenzen. Anhand dieser Parameter lassen sich die Vielzahl der heute zur Verfügung stehenden Sequenzen einteilen.
Wichtige Parameter bei der Sequenzgestaltung in der MRT
Tab. 5: Wichtige Parameter bei der Sequenzgestaltung in der MRT
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