Startseite
Vorwort
Grundlagen
Fälle
- Kopf
- Hals
- Thorax
- Mamma
- Abdomen
- Becken
- Knochen
- Gelenke
- Wirbelsäule
- Fälle A - Z
- Blitzlichter
Röntgen-Anatomie
Glossar
Kontakt
Impressum

 
 
Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
MRT Abdomen
Rektumkarzinom (Colorektales Karzinom)

Anamnese

Der 78 Jahre alte Patient kommt wegen zunehmenden  Beschwerden beim Stuhlgang zur MRT des Beckens. Die Beschwerden bestehen seit 18 Monaten in den letzten Monaten hat er 5 Kilogramm an Gewicht verloren.  In der MRT zeigt sich im rektoanalen Übergang eine große tumoröse Raumforderung die für ein Rektumkarzinom spricht.

Anatomie

Das Rektum bildet mit 15 bis 20 cm Länge den letzten Darmabschnitt. Es liegt im kleinen Becken außerhalb der Bauchhöhle in Höhe von S3 und folgt der konkaven Krümmung des Os sacrums. Die durchschnittliche Weite des Rektums liegt bei ca. 5cm. Den oberen Abschnitt des Rektums bildet die Ampulle (Ampulla recti), die als Kotsammelbehälter dient. Der untere Abschnitt schließt mit mit einer Öffnung (Anus) nach außen ab. Die Rektumschleimhaut entspricht der der oberen Darmabschnitte und geht im unteren Bereich in die äußere Haut des Anus über. Unter der Rektumschleimhaut liegen knotenförmige Erweiterungen der A. rectalis superior bzw. der V. rectalis superior, diesen bilden den Hämorridalplexus der neben der Muskulatur zum Verschluss des Anus dient. Die Muskelschicht des Rektums enthält werden Taenien noch Haustren, sondern bildet eine geschlossene Schicht aus Längsmuskulatur. Im Bereich des Rektums befindet sich Ringmuskulatur, die das Rektum nach außen gas- und wasserdicht verschließt.

Abbildung 1:
Anatomie des Rektums
Längsschnitt durch die Niere
Definition

Entartung des Dickdarmgewebes mit hauptsächlicher Lokalisation im Rektum (60%), es folgen das Sigma(20%), Caecum und Colon ascendens (10%) und das übrige Colon (10%).

Kolorektale Karzinome stellen 20% aller Malignome dar, der Altersgipfel liegt bei 50 bis 70 Jahren. Beim Mann das zweithäufigste Ca nach dem Bronchialkarzinom, bei der Frau das zweithäufigste Ca nach dem Mammakarzinom.

Risikofaktoren


→ genetische Disposition, positive Familienanamnese o genetische Disposition, positive Familienanamnese
→ Polypen und Colitis ulcerosa
→ langjähriges Zigarettenrauchen
→ ballaststoffarme und fettreiche Ernährung
→ Alter über 40 Jahre

Symptome
→ oft ohne Frühsymptome
→ Blut im Stuhl (1. Alarmzeichen )
→ Veränderung der Stuhlgewohnheiten, Wechsel von Diarrhoe und Obstipation (2. Alarmzeichen)
→ Flatulenz
→ Bleistiftstühle
→ Gewichtsverlust
→ Anämie, Leistungsschwäche und Müdigkeit
Komplikation
→ hämatogene Metastasierung in die Leber und Lunge und in die lokalen Lymphknoten
→ Ileus
→ Penetration in die Blase
Diagnose
→ Frühdiagnostik durch Nachweis von okkultem Blut im Stuhl, rektale digitale Untersuchung
→ Rektoskopie und Koloskopie
Prätherapeutische Ausbreitungsdiagnostik
1. endorektaler Ultraschall
2. Dünnschnitt- MRT
3. CT des Abdomens mit KM
4. Oberbauchsonographie (Lebermetastasen?)
5. Thoraxröntgenaufnahme in 2 Ebenen, oder Thorax- CT
6. Zystoskopie beim Mann, gynäkologische Untersuchung bei der Frau (jeweils zum Ausschluss einer Tumoreinbruchs)
Therapie
→ Operation
→ Radiotherapie
→ Radiochemotherapie
Untersuchungsprotokoll
1. Patientenvorbereitung
Aufklärung durch den Untersucher, alle metallhaltigen Gegenstände aus dem Untersuchungsbereich entfernen lassen. Schmuck ablegen. Patienten vor der Untersuchung zur Toilette schicken. Buscopan i.v/Glucagen i.m.
2. Lagerung
Bequeme Rückenlage. Arme am Körper entlang. Gehörschutz. Intravenöser Zugang.
Notfallknopf.
3. Spule
Body – Matrix + SpineArray
4. Kontrastmittel
Art und Menge: Gewichtsabhängig , 0,2ml/kg Dotarem®
5. Messprotokoll Siemens Avanto 1.5 T
- ohne KM ,  +  mit KM 

Transversal : T2 TSE 6mm, T2 TSE 3mm, T1 VIBE FS 1mm -/+,T1 TSE 4mm -/+,
DWI b 0/50/400/800
Coronar: T2 TSE 3mm
Sagittal: T2 TSE 3mm

Messprotokoll (B0 = 3T)
Sequenztyp T2 TSE tra 6mm T2 TSE tra 3mm T2 TSE sag 3mm T2 TSE cor 3mm T1 VIBE fs tra 1mm T1 TSE tra 4mm DWI tra 4mm b 0/50/400/800
Seq.bezeichnung SE SE SE SE GRE SE EPI
TR 4170 4300 4678 4670 6.74 480 5200
TE 86 104 86 86 2.38 11 75
TI - - - - - - -
Flipwinkel 150 150 150 150 8 150 90
Turbofaktor 13 25 GRAPPA 13 ohne PAT GRAPPA GRAPPA
Schichtanzahl 24 25 24 24 64 28 30
Schichtabstand (%) 25 10 25 25 - 25 30
Schichtdicke 6mm 3mm 3mm 3mm 1mm 4mm 4mm
FOV (mm) 380 200 260 320 380 380 380
Bandbreite 130 Hz/px 195Hz/px 130 Hz/px 130 Hz/px 170 Hz/px 152 Hz/Px 1736 Hz/Px
Matrix (Zeilen x Spalten) 384/80% 320/75%

384/75%

384/75%

256/100%

320/75%

192/100%

NSA 3 2 2 2 3 4 3
Phasenkodierrichtung AP AP AP FH AP AP AP
Vorsättigung - - - - - - -
Die Abbildungen 2 - 6:
Die Pfeile zeigen auf die Pathologie
die Pfeile zeigen auf die Pathologie
die Pfeile zeigen auf die Pathologie
die Pfeile zeigen auf die Pathologie
die Pfeile zeigen auf die Pathologie
die Pfeile zeigen auf die Pathologie

 
 

← zurück zur Übersicht