Startseite
Vorwort
Grundlagen
- Röntgen
- Urografie
- Mammografie
- CT
- MRT
Fälle
Röntgen-Anatomie
Glossar
Kontakt
Impressum

 
 
Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
← zurück zur Übersicht weiter zu "Digitale Radiografie" →

 
Röntgenverstärkerfolien/Röntgenfilme

Die Filmkassette besteht aus Kunststoff mit einer bleihaltigen Rückseite. Die Größe der Kassette entspricht der jeweiligen Filmgröße. In den Kassetten befinden sich die Verstärkerfolien mit einer Leuchtschicht aus → Seltene ErdenSeltene Erden
Auch Lanthaniden genannt. 15 Übergangsmetalle der 3. Nebengruppe des PSE, die sich chemisch sehr ähnlich verhalten
(Lanthanide), z. B. Lanthan, Europium, Yttrium, Gadolinium oder Terbium. Verstärkerfolien sollen die Wirkung der einfallenden Röntgenstrahlung auf das fotografische Material verstärken. Ihre Leuchtschicht wird durch die Röntgenstrahlung zur → FluoreszenzFluoreszenz
Ist die Energie eines eingestrahlten Photons so hoch, dass das Atom in einen höheren, angeregten Zustand übergehen kann, gibt es die aufgenommene Energie durch spontane Emission wieder ab. Erfolgt diese Rückkehr in den Grundzustand sehr schnell (10-8 s), handelt es sich um Fluoreszenz. Einige angeregte Zustände können aber eine deutlich längere Lebensdauer haben (Sekunden oder Millisekunden). Solche Zustände führen zur Phosphoreszenz, einem Nachleuchten nach dem Ende der Einstrahlung.
angeregt. Jedes Folienmaterial hat ein charakteristisches Lichtspektrum mit typischen Gipfelbildungen (peaks), z. B. ultraviolett, blau, grün, gelb oder rot mit einem Wellenlängenbereich von → 400 - 760 nm400 - 760 nm
Nanometer: internationale Maßeinheit für Längen in der Atomphysik. 1 nm = 1 · 10-9 m, also 1 milliardstel Meter.
. Durch die Verwendung von Verstärkerfolien kann die für die Filmschwärzung benötigte Strahlendosis deutlich reduziert werden. Der Röntgenfilm wird zu 95% indirekt vom Folienlicht geschwärzt und nur zu 5% direkt durch die Röntgenstrahlung.
 
Die lichtempfindliche Schicht des Röntgenfilms besteht aus Silberhalogeniden. Die Empfindlichkeit des Films wird durch die unter- schiedliche Empfindlichkeit der → HalogenideHalogenide
Verbindungen mit Elementen der 7. Hauptgruppe des PSE (Periodisches System der Elemente). Halogene [griech.] = Lichtbildner. Verbindungen mit Silber und Halogenen (Silberhalogenide) werden in der Fotografie als Filmbeschichtung verwendet.
für Spektralfarben definiert.
 
Die Empfindlichkeit des Film-Folien-Systems ist durch den Dosisbedarf für das Erreichen der optischen Dichte1 bestimmt. Die Werte für die Empfindlichkeit des FF-Systems liegen zwischen 50 (geringe Verstärkung, unempfindliches System, gute Detailerkennbarkeit) und max. 800 (hohe Verstärkung, hohe Empfindlichkeit, schlechte Detailerkennbarkeit).
← zurück zur Übersicht weiter zu "Digitale Radiografie" →