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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Streustrahlen

Bei der Wechselwirkung der Röntgenstrahlung im Gewebe entsteht durch die klassische Streuung und den
→ Compton-EffektCompton-Effekt
Der Effekt entsteht in der durchstrahlten Materie durch eine Wechselwirkung zwischen den Photonen und den Elektronen in den äußeren Schalen (Gegensatz zu Photoeffekt). Das Photon verliert einen Teil seiner Energie und wird aus der ursprünglichen Richtung abgelenkt. Der Effekt ist nach seinem Entdecker Arthur Holly Compton (geb. 10.9.1892 in Wooster, Ohio; gest. 15.3.1962 in Berkeley, Kalifornien) benannt, der diesen Effekt 1922 beschrieb. Für seine Entdeckung erhielt er 1927 den Nobelpreis für Physik
im Allgemeinen ein sehr hoher Streustrahlenanteil. Da dieser kontrastmindernd wirkt, wird er durch die Anwendung von Streustrahlenrastern so weit wie möglich absorbiert. Ein typischer Streustrahlenraster hat eine Lamellenzahl von
→ PbPb
Chemisches Zeichen für Blei (von lateinisch Plumbum), Atomgewicht 207,2; Ordnungszahl 82. Metall der 4. Hauptgruppe des periodischen Systems der Elemente.
-Lamellen/cm. Die Lamellenhöhe liegt bei 1,5 mm, die Lamellendicke bei ca. 70 µm und der Lamellenabstand bei 180 µm. Der Raster wird während der Belichtung senkrecht zur Lamellenrichtung bewegt, um zu verhindern, dass sich die Lamellen auf dem Röntgenfilm abbilden. Ein solcher Raster reduziert den Streustrahlenanteil auf 15%. Allerdings wird die Primärstrahlung ebenfalls verringert. Der Einsatz von Streustrahlenrastern erfordert eine Verlängerung der Belichtungszeit um das Vierbis Fünffache bei entsprechender Strahlenexposition des Patienten.
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