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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
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Intravenöses Ausscheidungsurogramm

Das Ausscheidungsurogramm (i.v.-Urogramm) dient in erster Linie der Beurteilung des Nierenbecken-Kelch-Systems. Zur Darstellung von Raumforderungen und Gefäßveränderungen sind die Sonografie, die CT und die Angiografie die maßgeblichen Untersuchungsverfahren.
 
Die Indikationen für das i.v.-Urogramm liegen bei den Erkrankungen des Nierenbecken-Kelch-Systems und der Harnleiter.
Ablauf des intravenösen Ausscheidungsurogramms
 
→ Leeraufnahme
 
→ Intravenöse KM-Injektion (das trijodierte Kontrastmittel wird glomerulär filtriert)
 
→ Aufnahmen nach 5, 10 und 15 Minuten p. i. bei starker Darmgasüberlagerung evtl. Zonografie
    (Schichtaufnahmen mit kleinem Schichtwinkel)
 
→ evtl. Spätaufnahmen nach 1 - 3 Stunden, selten nach 24 Stunden bei verzögerter Ausscheidung aufgrund von
    Harnwegsobstruktionen
 
Wichtige Fragen vor jeder Kontrastmittelgabe
 
→ KM-Unverträglichkeit
    Patienten mit bekannter KM-Unverträglichkeit sollte kein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel appliziert werden.
 
→ Hyperthyreose
    Bei einer Überfunktion der Schilddrüse kann sich das Krankheitsbild verschlimmern, wenn jodierte Kontrastmittel appliziert werden.
 
→ Niereninsuffizienz
    Bei einer Niereninsuffizienz handelt es sich um ein eingeschränkte Fähigkeit der Nieren, harnpflichtige Substanzen
    auszuscheiden. Daher ist die Gabe von trijodiertem, nephrotropem KM nicht indiziert.
 
→ Plasmozytomniere
    Bei einem Plasmozytom kommt es in 60 - 80 % der Fälle zur Ausbildung einer Plasmozytomniere. Hierbei handelt es sich um
    Ablagerungen von Amyloid (Protein-Polysaccharid-Komplex) im Nierenparenchym, die zur Niereninsuffizienz führen.
 
→ Diabetes mellitus
    siehe im Kapitel CT
Arbeitsplatz Urografie
Abb. 7: Arbeitsplatz Urografie, Bildquelle: Siemens AG
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